…Im Jahre 1719 verkaufte der Stadtpfarrer von Gmunden Johann Josef Ehrenreich Graf und Herr von Seeau den Besitz an Johann Adam Aigner, kaiserlicher Forst-meister zu Gmunden, und dessen Ehefrau Maria Anna, welche das Schloss wiederum ihrem Schwiegersohn Johann Paul Lichtenauer, kaiserlicher Mautamts-Gegen-schreiber, überließen.
Der Besitz ging 1753 weiter an Jacob von Holzhofern, kaiserlicher Rittmeister im Kürassierregiment Luchesi, und dessen Gattin, eine geb. von Graven.Daraus folgte 1770 Franz Xaver Gangl, Gerichtsverwalter der Herrschaft Wagrein.1805 übernahmen Johann Nepomuk Hörner, k.k. Salzverschleissverwalter in Gmunden, und dessen Gattin Maria den Besitz. J.N. Hörner wurde mittels Diplomes im Jahre 1814 vom Kaiser als „Edler von Roithberg“ in den Adelsstand erhoben. Er war ein großer Freund der Wissenschaft und legte eine berühmte Urkunden- und Büchersammlung von über 6000 Stücken – darunter höchst wertvolle Incunablen (Wiegedrucke aus der Zeit vor 1500) – an. Der „Edle von Roithberg“ starb am 31.8.1843 im 82. Lebensjahr und hinterließ den Freisitz Roith seinen Kindern.
1887 wurde der Besitz an seine Urenkel Gustav und Flora Faber vererbt. Er ging 1913 weiter an Geza Baron Sardagna und seine Gattin Jacqueline. 1937 übernahmen Jacqueline und Nikolaus Sardagna sowie Margarete Pick die Liegenschaft. Ab 1942 ist der Landkreis Gmunden grundbürgerlicher Eigentümer. Für Jacqueline Sardagna erfolgte ein Rückstellungsverfahren in den Jahren 1950 bis 1959. Die Hoteliersfamilie Franz und Rosa Prechtl – damals Betreiber des Hotels „Schiff“ in Gmunden – kaufte 1964 den Besitz und baute ihn zum heutigen Schlosshotel „Freisitz Roith“ aus.
1996 erwarb Herr KR Hans Asamer bzw. die „Asamer-Firmengruppe“ das Schlosshotel „Freisitz Roith“; das Viersternhotel wurde erweitert und modernisiert; es zählt heute – nicht zuletzt auch wegen seiner herrlichen Lage und seinem Ambiente – zu den besten gastronomischen Betrieben der Region.
Quellen:
1) Krackowizer, Ferdinand: Geschichte der Stadt Gmunden, Band I, 1898
2) BG Gmunden, Grundbuch der KG Traunstein
3) Prof. H.E. Baumert, Mitglied der Académie internationale d’heraldique, Linz

